Zentrum Deradikalisierung im Thüringer Strafvollzug

landesweites Präventions- und Deradikalisierungsangebot

Das Zentrum Deradikalisierung im Thüringer Strafvollzug wird als ein landesweites Präventions- und Deradikalisierungsangebot in den Phänomenbereichen Rechtsextremismus und Islamismus entwickelt und aufgebaut.

Das Projekt richtet sich vor allem an gefährdete und bereits radikalisierte Personen im Kontext Strafvollzug, Übergangsmanagement und Bewährungshilfe. Dabei werden sowohl beteiligtes Fachpersonal als auch Angehörige in den Hilfeprozess einbezogen und mit separaten Angeboten gestärkt. 

Das Zentrum Deradikalisierung im Thüringer Strafvollzug wird im Trägerverbund von Drudel 11 e.V. und Violence Prevention Network e.V. umgesetzt.

Bild Gitterfenster Strafvollzug

Angebote

Das Zentrum Deradikalisierung im Thüringer Strafvollzug setzt auf eine innovative ganzheitliche Behandlung der Problemkontexte, welche sich im Angebotsspektrum des Projektes spiegelt. Zu den Angeboten und Aufgabenbereichen gehören:

  • Die Einrichtung einer Clearingstelle als zentrale Anlaufstelle für Justizvollzugsanstalten, Bewährungshilfe, Gerichte und KlientInnen und deren Angehörige und Bezugspersonen mit Beratungsangeboten für gefährdete und radikalisierte Personen und/ oder Coaching von Fachpersonal, sowie Einbeziehung und Unterstützung des sozialen Umfelds
  • Workshops zur politischen Bildung für gefährdete Personen in Haft
  • Gruppenangebote für gefährdete Personen in Haft
  • Fortbildungen für Fachpersonal im Bereich Justizvollzug und Bewährungshilfen

Ziele

Übergeordnetes Ziel soll die Vermeidung einer weiteren Radikalisierung gefährdeter junger Menschen in Haft sowie nach Haftentlassung sein. Distanzierungs- und Deradikalisierungsprozesse sollen eingeleitet und Ausstiege aus radikalen Szenen gefördert werden. Dabei soll der Übergang von Haft zur Bewährungshilfe begleitet werden.